Cryolipolyse

Cryolipolyse ist eine medizinische Behandlung, bei der Fettzellen durch niedrige Temperaturen zerstört werden. Das Funktionsprinzip der Cryolipolyse basiert auf der kontrollierten Anwendung von Kälte in einem Temperaturbereich von +5 bis -5 °C für die nichtinvasive, lokalisierte Reduzierung von Fettdepots, mit dem Ziel, die Silhouette des Körpers umzugestalten. Das Ausmaß der Exposition gegenüber den niedrigen Temperaturen führt zur Apoptose (Zelltod) der subkutanen Fettzellen ohne sichtbare Beschädigung der darüber liegenden Haut.

Die Entwicklung der Cryolipolyse beruht auf der Annahme, dass Fettzellen durch Kälte leichter beschädigt werden als Hautzellen. Die niedrigen Temperaturen werden über Wärmeleitung auf das Gewebe angewendet. Zum Schutz vor Erfrierungen müssen ein spezifisches Temperaturniveau und eine Behandlungsdauer eingehalten werden, z. B. 60 Minuten bei -5 °C.

Als medizinisches Verfahren ist die Cryolipolyse eine nicht chirurgische Alternative zur Liposuktion (Fettabsaugung). Etymologisch stammt der Begriff Cryolipolyse (Tiefkühlen von Fett) aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus „cryo“ = „kalt“, „lipo“ = „Fett“ und „lysis“ = „Auflösung, Lösung“. In Europa und den USA werden speziell entwickelte Cryolipolyse-Maschinen in Schönheitskliniken und Spas eingesetzt, unter anderem unter dem Markennamen „CoolSculpting“.

Cryolipolyse wird für die Entfernung von Fett in bestimmten Körperbereichen, wo das Fett unmittelbar unter der Hautoberfläche liegt, verwendet, um die Silhouette einer Person zu optimieren. Das Verfahren scheint insbesondere für einzelne Fettpölsterchen anwendbar zu sein. Laut einer Studie 2015 zeigt es vielversprechende Resultate bei der durchschnittlichen Fettreduzierung, gemessen wurden Größenordnungen von etwa 20 Prozent.
Rasch nachlassende, vorübergehende Rötung, Hämatome und Taubheitsgefühl zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen der Behandlung. Sensorische Störungen verschwinden typischerweise innerhalb eines Monats. Die Auswirkungen auf periphere Nerven wurden untersucht. Es konnten keine nachteiligen Ergebnisse festgestellt werden. Geringfügige länger anhaltende Nebenwirkungen in den ersten sechs Monaten nach der Behandlung sind möglich.